Migros Hochhaus Herdern, Zürich

Mit dem Sanierungs- und Umbauprojekt wurde die Horizontalstabilität in Quer- und Längsrichtung wiederhergestellt, ohne das denkmalgeschützte Erscheinungsbild der Mauerwerksfassaden zu beeinträchtigen. Im gleichen Zuge wurden die Anforderungen an den Brandschutz R90 vollständig umgesetzt und die Haustechnik umfassend erneuert.

Wettbewerb 1. Rang

Das 16-geschossige Hochhaus wurde anfangs der 1960er-Jahre von der Genossenschaft Migros Zürich zur eigenen Büronutzung erstellt. Das denkmalgeschützte Erscheinungsbild des Gebäudes ist geprägt durch die Backsteinfassaden.

Im Jahr 2008 wurde der Zugang zum Hochhaus mittels Eingangsturm und Passerelle ergänzt; seither erfolgt die Erschliessung im dritten Obergeschoss über die Plattform an der Südfassade.

2017 wurden aufgrund heruntergefallener Backsteinsplitter Zustandsuntersuchungen und statische Überprüfungen an den tragenden Stirnfassaden durchgeführt. Dabei wurde eine ungenügende Horizontalstabilität in Gebäudequerrichtung festgestellt. Als provisorische Sofortmassnahme wurde daraufhin eine achtgeschossige Betonwand vor der westlichen Stirnwand erstellt.

Im Rahmen des zwischenzeitlich abgeschlossenen Sanierungs- und Umbauprojekts wurde die Horizontalstabilität des Gebäudes sowohl in Quer- als auch in Längsrichtung nachhaltig wiederhergestellt, ohne das denkmalgeschützte Erscheinungsbild der Mauerwerksfassaden zu beeinträchtigen. Gleichzeitig wurden die Anforderungen an den Brandschutz R90 vollständig umgesetzt sowie die gesamte Haustechnik umfassend erneuert.

Das Gebäude wird weiterhin als Bürogebäude von der Genossenschaft Migros Zürich genutzt.

Details

Realisation

2019 bis 2023

Bauherr

Genossenschaft Migros Zürich

Architekt

Gigon Guyer Partner Architekten

Aufgabe

Tragwerksplanung und Bauphysik