Wildpark Bruderhaus
Der Ausbau des Wildparks Bruderhaus schafft Raum für Schulungs- und Büroräumlichkeiten des Kompetenzzentrums, Garagen sowie Werkstatt- und Aufenthaltsräume für den Tierparkbetrieb. Ergänzt wird das Raumangebot durch einen öffentlichen Ausstellungsraum, Sanitäranlagen sowie Lagerräume für das nahegelegene Restaurant und verschiedene Vereine.
Der dreigeschossige, teilweise unterkellerte und L-förmige Baukörper ist flach gegründet und gliedert sich in drei Bereiche:
Beim Ersatzneubau des Ökonomiegebäudes wurden das Untergeschoss (UG) und das Erdgeschoss (EG) in Stahlbeton ausgeführt. Die Decke über dem Obergeschoss (OG) sowie das stützenfreie, als Faltwerk ausgebildete Dachgeschoss (DG) bestehen aus mehrlagigen Massivholzplatten. Die Gebäudeaussteifung erfolgt über Wand- und Deckenscheiben aus Stahlbeton und Massivholz.
Um die bestehende Scheune optimal nutzen zu können, wurde die Bodenplatte abgesenkt. Im Erdgeschoss wurden innenseitig neue Betonsockel entlang der bestehenden Mauerwerksaussenwände erstellt, auf denen aussteifende Holzbauwände angeordnet wurden. Durch ihre Lage oberhalb des Terrains sind diese dauerhaft vor Feuchtigkeit geschützt. Die Geschossdecken wurden als sichtbare Holzbalkendecken ausgeführt. Das Obergeschoss wird durch neue, in die Fassade integrierte Holzfachwerke ausgesteift. Das bestehende Dachtragwerk konnte mit neuen Dachbindern verstärkt und dadurch weitgehend erhalten werden.
Die Erschliessungszone im Übergangsbereich zwischen Neubau und Scheune verbindet die beiden Gebäudeteile über einen Treppenkern aus Stahlbeton. Eine neue Binderkonstruktion im Dach der Scheune ermöglichte den Rückbau der Sparren unterhalb der Mittelpfetten und führte die unterschiedlich ausgebildeten Dachtragwerke konstruktiv zusammen.