Wiederaufbau Wangduephodrang Dzong

Wiederaufbau eines 2012 abgebrannten Burgklosters (Dzong) aus dem 17. Jahrhundert.

Wiederaufbau eines 2012 abgebrannten Burgklosters (Dzong) aus dem 17. Jahrhundert, das als eine der fünf wichtigsten Kulturbauten Bhutans auf der Aufnahmeliste zum UNESCO Weltkulturerbe steht.

Der 200 m lange, bis fünfgeschossige Dzong besteht aus drei Höfen und einem zentralen Turm (Utse), ist in traditioneller Bauweise mit bis zu 3 m starken Bruchsteinmauern mit Lehmmörtel sowie Holzböden und -Dachstühlen erstellt. Er beherbergt die Regionaladministration und den Regionalklerus. Die Aussengebäude des dritten Hofs und der Utse wurden durch WG detailliert bearbeitet, der Rest beratend begleitet. So wurde das Konzept für die zentrale Führung aller Installationen in einem begehbaren Installationstunnel entwickelt und die Brandschutzplanung koordiniert.

An den Gebäuden des dritten Hofes wurden in enger Zusammenarbeit mit Denkmalpflege und Handwerkern Strategien entwickelt und umgesetzt, wie die Erdbebentauglichkeit der traditionellen Mauer- und Holzbautraditionen mit minimalen Anpassungen stark verbessert werden kann. Die Denkmalpflege (DCHS) wurde dabei unterstützt, diese Modifikationen in generischer Form als Anleitungen zu publizieren, so dass sie nun landesweit angewendet werden.

Für den Utse wurde zusätzlich zu diesen Modifikationen eine Base Isolation mit 30 cm horizontaler Auslenkkapazität entworfen, was eine Erhöhung des traditionell gemauerten Turms auf 26 m unter Beibehaltung des Fussabdrucks ermöglichte.

Details

Realisation

2014 bis 2022

Bauherr

Department of Cultur, Ministry of Home and Cultural Affairs, Bhutan

Architekt

Aufgabe

Tragwerksplanung für Wiederaufbau, Denkmalgerechte Erdbebenertüchtigung und Koordination Denkmalpflege